Oh oh…

„Ich habe Paul getötet“…naja, also fast.

Was bisher geschah:

Paul ist ein lieber kleiner Kuschelhund, den das Mottenkind am vorvergangenen Sonntag von seiner Oma geerbt hat. Paul ist nach meinen Rechnungen so um die 50 Jahre alt und, wie ich der später folgenden Sachlage entnehmen konnte, vermutlich selbstgenäht. Nun begab es sich, dass Paul vor der Vererbung an das Mottenkind ziemlich lange (30 Jahre???) bei den Quasi-Urgroßeltern auf dem Schrank saß und dementsprechend eingestaubt war. Also haben Herr Motte und ich am darauffolgenden Montag Nachmittag den Paul gebadet (baden lassen, 20° niedrigster Schleudergang). Wir haben Paul also in die Maschine gesetzt, ihm noch ganz viel Spaß gewünscht und ihn dann eine halbe Stunde seiner Wellnessbehandlung überlassen.  Tja, Wellness …denkste! Als das Mottenkind und ich nach einer halben Stunde (ich hatte extra das Kurzprogramm gewählt) wieder in den Keller gingen, muss ich ehrlich sagen, war ich den Tränen nahe. Das was Herr Motte und ich aus der Maschine rausholten, hatte nur noch wenig Ähnlichkeit mit dem Paul, den wir reingesteckt hatten. Ich kann Euch leider nur noch die nachher Fotos zeigen…

Paul_krank

Sagt jetzt bitte Nichts, ich weiß ja selber wie blöd es war, ein 50 Jahre altes Kuscheltier mit neuester Technik in Form einer Waschmaschine zusammenzubringen, dass die Nähte und der Stoff das nicht aushalten, war ja irgendwie logisch. Aber trotzdem, etwas geknickt war ich schon. Tja, was nun, Herr Motte war etwas konsterniert. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass Paul sich beim Baden ein „bisschen “ weh getan hat und er sich erstmal etwas ausruhen soll. Wir haben ihn also gestreichelt und dann vor den Kamin gelegt, damit er es schön warm hat. Damit war für Herrn Motte die Sache erstmal durch, für mich allerdings nicht!

Wie hätte ich denn der Oma beibringen sollen, dass Paul kurz nach seiner Ankunft hier bei uns ein unsachgemäßes Ableben ereilt hat? Never ever, ein No Go! Also in die Stoffabteilung eingestiegen, Nadel und Faden gezückt und geschaut, was sich machen lässt. Immerin hatte ich lila-grün karierten Stoff, und auch wenn der nicht original war, so hat er doch seinen Zweck erfüllt. Ich habe also sämlichte Gliedmaßenreste abgerennt und durch neue ersetzt, nur die Pfoten habe ich recycelt. Das war vielleicht ein Gefrickel, aber mit vieeeel Geduld hats dann geklappt alles wieder an Paul ranzunähen. Die Schnauze habe ich auch geflickt, man sieht nicht mal mehr eine Narbe (stolzbin ;)).

Paul_gesund

Und damit nun in die Gegenwart:

Damit habe ich Paul also nur fast getötet (Schweiß von der Stirn wisch). Herr Motte hat übrigens jeden Morgen an Pauls Krankenlager gestanden, Ei gemacht und gepustet (ich würde mal sagen, ich habe ein empatisches Kind ;)). Der Mottenpapa, der nach einwöchiger Dienstreise dann auch wieder im Hause war, taufte Paul liebevoll Igor-Paul ;), und jetzt nachdem die letzten Wundschmerzen weg sind, tollt Paul auch wieder ganz wie vorher mit Herrn Motte herum.

So, und weil mich dieses Projekt nicht nur einen sondern mit den allerletzten Feinarbeiten gleich zwei Dienstage (und die Zeit dazwischen) auf Trab gehalten hat, ist das für mich ganz eindeutig ein Fall für den Creadienstag.

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5 Kommentare

Eingeordnet unter gelerntes, genähtes

5 Antworten zu “Oh oh…

  1. Na, da hast aber was angestellt!! 😉
    Bin schon auf Igor-Paul gespannt!!
    LG, Claudia

  2. Oh je, der arme kleine Paul… Da hat er ja was erlebt – das wird er später bestimmt voller Stolz allen seinen neuen Kuschelfreunden berichten:)
    Ich bin schon sehr gespannt auf die Bilder von dem kleinen Patienten 🙂
    Dann mal noch eine schnelle Genesung und alles Liebe,
    FräuleinMutti

    • Ich werde berichten, wie es ihm so im Kreise der neuen Kumpel ergangen ist. Ich glaube aber, er wird keine Probleme haben, sich in der wilden Truppe einzugewöhnen ;). Die Genesungswünsche geb ich natürlich weiter.
      Bilder kommen heute Abend 🙂
      Liebe Grüße
      Sandra

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