Von Halloween und Bösewichten

Eigentlich wollte ich in diesem Blog über schöne und kreative Dinge schreiben, aber die letzte Woche hat dem Fass den Boden ausgeschlagen, und ich muss dringend mal loswerden was mir auf der Seele brennt.

Wir sind nämlich umgezogen am Wochenende. Endlich. Aufs Land mit Garten. Juchuu. Das ist so toll. Endlich eine Nähecke, und gaaaanz viel Platz.

Und, dass so ein Umzug stressig wird war uns ja auch klar, ist ja auch nicht unser erster. Was diesem Umzug allerdings vorausgegangen ist, war echt unmöglich. Alles fing damit an, dass wir am 31.10. Schlüsselübergabe für die neue Wohnung hatten: Halloween.  Ich habe nichts gegen Halloween. Freue mich über hübsch angerichtete Kürbisse, dekorierte Fenster und verkleidete Kinder. Hatte mich auch darauf eingestellt im nächsten Jahr einen Süßigkeitenvorrat anzuschaffen. Nun standen wir also am vergangenen Mittwochabend in unserer neuen Küche, haben uns gefreut und Pläne geschmiedet und auf einmal macht´s „Bamm“ und wir sehen die Überreste eines rohen Ei´s das Küchenfenster herunterrutschen… Herzlich willkommen im neuen Zuhause! Meine Mutter erzählte mir später, dass auch an ihrem Fenster ein rohes Ei gelandet sei. Und sie wohnt nicht etwa im gleichen Dorf, sondern ca. 30km von uns entfernt. Ist das noch Halloween? Ja, ich weiß, es heißt Süßes oder Saures, aber wenn nicht mal geklingelt sondern gleich geworfen wird, ist das nicht ganz die feine englische Art. Und selbst wenn es nix zu Naschen gegeben hätte, dann rechtfertigt das noch lange keine Sachbeschädigung.

Zwei Tage später werden wir, noch in unserer alten Wohnung, um sieben Uhr aus unserem früh morgendlichen Trott gerissen. Es klingelt. „Hä?“ Eine Nachbarin steht vor der Tür und informiert uns, dass die Seitenscheibe unseres Autos eingeschlagen worden sei. Wir sollten doch besser mal schauen gehen. Gesagt getan, mit Wut im Bauch den Schaden inspiziert. Warum wurde uns nun also die Scheibe eingeschlagen? Das Auto war doch leer. Ja, aber eben nur fast… bis auf den Werkzeugkoffer.  Und um sich den zu krallen (Gesamtwert gerade mal 100,-€) hat man uns nun das Auto kaputt gemacht. Laune im Keller, beim Warten auf die Waschmaschine in der neuen Wohnung zur Tatenlosigkeit verdammt -wegen fehlendem Werkzeug- und überhaupt…irgendwie sehr unprickelnd das Ganze.

Ich frage mich nun, was ist da draußen los? Seit wann hat die Achtung vor dem Eigentum anderer dermaßen abgenommen. Das fängt bei einem Ei am Küchenfenster ja erst an und hört bei geklauten Fahrrädern und eingeschlagenen Autoscheiben noch lange nicht auf. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, was sich die Leute dabei denken. Wahrscheinlich nicht viel, bleibt da als Fazit.

Ich weiß auch, dass dieser Blogeintrag die Welt nicht verbessern wird, aber das musste jetzt einfach mal raus. Das waren irgendwie zu viele blöde Erlebnisse auf einmal in der letzten Zeit, denn das geklaute Fahrrad war bis vor drei Wochen ebenfalls noch meins.

Nichtsdestotrotz haben wir uns im neuen Zuhause schon ein bisschen eingelebt und sogar die ersten langen, morgendlichen Touren zur Arbeit ohne weitere Zwischenfälle überstanden…

…man lernt ja auch die kleinen Dinge zu schätzen.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Von Halloween und Bösewichten

  1. Boa, mir fehlen grad echt die Worte. Das ist ja der Hammer! Unmöglich und ich frage mich, woran das liegt, dass sich das alles in diese Richtung hin verändert hat?
    Ich wünsch euch, dass es das letzte Mal war mit solchen Ärgernissen!

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